Wallfahrtsorte und Einsiedeleien
In den Abruzzen gibt es ein bemerkenswertes Netz von
Wallfahrtsorten und Pilgerstätten. Die Pilgerwege zu diesen Stätten
sind oft unwegsam und schwierig. Sie stellen die jährliche Erneuerung
der Hoffnung dar. Darüber hinaus
ist sich die jüngste Geschichtsschreibung darüber einig, dass die
Abruzzen aufgrund ihrer Nähe zu Rom wohl eine der ersten Gegenden waren,
die mittels der “Tiburtina Valeria”
christianisiert wurden.
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Einige Wallfahrtsorte der Abruzzen: I
SANTUARI MARIANI - IL SANTUARIO DELLA MADONNA DELLA
LIBERA A PRATOLA PELIGNA - MADONNA DEI BISOGNOSI A PERETO -
MADONNA DELLA CROCE A ROIO
- MADONNA DELLO SPLENDORE
A GIULIANOVA - MADONNA DELLE GRAZIE A TERAMO -
SANTA MARIA DEI LUMI A CIVITELLA DEL TRONTO -
MADONNA DEL SABATO SANTO A CORROPOLI -
MADONNA DEI SETTE DOLORI A PESCARA -
MADONNA DELLA CROCE A PIETRANICO
- MADONNA DELLE GRAZIE AD
ALANNO - MADONNA DEI MIRACOLI A
CASALBORDINO - MADONNA DELLE GRAZIE A MONTEODORISIO -
I SANTUARI DELLA PASSIONE DI CRISTO A VASTO, A CAMPLI , A GIULIANOVA |
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Santuario
Madonna del Sabato Santo / Diocesi: Teramo Das Heiligtum ist der
älteste Marienwallfahrtsort der Abruzzen. Im Tempel wird eine Statue der
Himmlischen Mutter verehrt, die den Namen “Madonna del Sabato
Santo” trägt. Es handelt sich um eine Holzskulptur aus dem 15.
Jahrhundert mit hohem künstlerischen Wert. Sie stellt die Jungfrau in
einem Moment tiefster Schmerzen dar, die Augen flehend zu Gott gerichtet, die
Arme geöffnet. Die Kirchenfassade stammt aus dem 19. Jahrhundert. Im
Inneren aus dem 18. Jahrhundert befinden sich reich dekorierte Altare und
hölzerne Statuen, unter denen sich auch das Bildnis der “Madonna
di Santa Maria di Mejulano” aus dem 12. Jahrhundert befindet. |
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Madonna
dello Splendore Frati Minori Cappuccini
Diocesi: Teramo-Atri. Im Jahre 1506 wurde dem Dottore Giacomoantonio von Manoppello
ein kleines Bündel von einem Pilger anvertraut. In dem Bündel
befand sich ein Schleier, etwa vier Zoll lang, auf dem das schmerzvolle Antlitz
Jesus abgebildet war. Über ein Jahrhundert lang blieb der Schleier in
Privatbesitz bis er |
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Santuario
dell’Addolorata / Passionisti / Diocesi: Teramo-Atri. Das Heiligtum befindet
sich am Fuße des Gran Sasso. Es entstand aus
einem antiken Kloster das von Franz von Assisi 1215 gegründet wurde.
1857 legte der junge Francesco Possenti di Assisi
das Gelübde bei den Passionisti-Patern unter
dem Namen Gabriele dell’Addolorata ab
(1838-1862). Erwähnt sei auch, dass im Inneren des Wallfahrtsortes die
zweijährige Ausstellung Heiliger Kunst untergebracht ist und die
Bibliothek mit ihren über 50.000 Schriften auch für die
Öffentlichkeit zugänglich ist. |
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Santuario
dell’Addolorata / Frati Francescani dell’Immacolata / Diocesi: Campobasso-Boiano. Der Ursprung dieses
Heiligtums lässt sich auf die Erscheinung der Madonna Addolorata in der
Gegend von Cesa tra Santi
und auf die Wunderheilung eines jungen Tuberkulosekranken
zurückzuverfolgen. Das Gotteshaus ist in französisch-gotischem Stil
mit zahlreichen Fialen gehalten. Im Inneren, in der mittleren Kapelle, thront
das reproduzierte Standbild der “Vergine
Addolorata” mit dem toten Christus. |
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Santuario
Madonna Dei Bisognosi Ein antikes Pergament aus
dem 7. Jahrhundert lässt uns begreifen, wie der Kult um die Maria Santissima dei Bisognosi aus Siviglia
(Spanien) bis in die Abruzzen gelangen konnte. Die Siviglianer
waren ihr fromm ergeben, im Besonderen ein gewisser Fausto mit seiner Frau Elfustia und dem einzigen Sohn Procopio.
Nach einer Schlacht zwischen Christen und Sarazenen wurde Fausto gefangen
genommen, dann jedoch wie durch ein Wunder von der Heiligen Jungfrau befreit.
Kurz darauf bat die Jungfrau Maria ihn, ihr Bildnis nach Italien zu tragen,
nämlich in die Abruzzen auf den Monte Carseoli,
wo es vor den Überfällen der Sarazenen sicher sei. Fausto wusste
nichts von dem Ort, an den er das Heilige Bildnis bringen sollte, aber eine
übernatürlich Kraft führte ihn und seine Begleiter über
Land und Meer bis an das Ziel. Am Fuße des Monte Carseoli
angekommen, begriffen Fausto und seine Begleiter, dass dies der von der
Jungfrau gewünschte Ort war. |
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Santuario
di San Gabriele dell'Addolorata S. Gabriele dell'Addolorata, zu Lebzeiten Francesco Possenti, wurde in Assisi am 1 März |
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Einige Einsiedeleien der Abruzzen: EREMO
DI SAN NICOLA - EREMO DI SANTA MARIA DI PAGLIARA -
SANTA MARIA DI COLOMBA
- EREMO DI SAN FRANCO -
EREMO DELLA MADONNA DI APPARI
- I LUOGHI DI SAN PIETRO
CELESTINO V (MADONNA DELL’ALTARE, SANT’ONOFRIO, SANTO SPIRITO,
SAN BARTOLOMEO, SAN GIOVANNI, BASILICA DI SANTA MARIA DI COLLEMAGGIO) |
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Eremo
di San Nicola Die Einsiedelei von San
Nicola wurde wahrscheinlich zwischen 1000 und 1100 vor Christus errichtet und
befindet sich auf etwa |
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SULMONA
- Eremo di Sant'Onofrio Die Erinnerung an San
Pietro Celestino, Papst und Beichtvater ist in den schroffen und einsamen
Gemäuern von Sant’Onofrio al Morrone immer noch präsent. Hier zog er sich im Juni
1293 zurück. Die Einsiedelei
hinterlässt auch heute noch den strengen und unzugänglichen Eindruck
aus der Epoche des Heiligen. In einer Verbreiterung, von der aus man das
gesamte Peligna-Tal überschauen kann,
öffnet sich ein kleines Tor, das auf einen offenen Platz und zu einem
ersten Raum führt, der mit hingebungsvollen Fresken geschmückt ist.
Die Fresken sind aus unterschiedlichen Epochen und von unterschiedlichem
Wert. Unter ihnen befindet das der thronenden Madonna, flankiert von Sonne
und Mond. Von diesem Raum aus kommt man in ein Oratorium, dessen himmelblaues
Gewölbe mit Sternen bedeckt ist und vom Meister Gentile da Sulmona noch zu Lebzeiten Pietros mit Zeichnungen
geschmückt wurde. Zum Gebäude gehören außerdem eine
Reihe von Zellen und weiteren Räumen, die kürzlich restauriert
wurden und die noch bis zu den Anfängen dieses Jahrhunderts religiöse
Persönlichkeiten und auch weltliche Einsiedler beherbergten. |
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ORTONA
- Cattedrale di San Tommaso Eine besondere
Erwähnung fällt der großen Kathedrale von Ortona
zu, die sich dafür rühmt, die Gebeine des Heiligen Tommaso Apostolo aufzubewahren. Die Gebeine kamen am 6. September
als Kriegsbeute von Kapitän Leone degli Acciaiuoliin aus der Plünderung der Insel Scio in die Kirche. |
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L'AQUILA
- Abbazia di Collemaggio Die Basilika ist die
größte der Abruzzen und hat den Grundriss eines lateinischen
Kreuzes. Eine kürzliche Restaurierung hat die ursprünglichen
Innenfassaden freigelegt, die seit dem Erdbeben von 1703 durch Verzierungen
im Barockstil bedeckt waren. Die drei Kirchenschiffe wurden wieder in den
ursprünglichen, großzügigen Zustand zurückversetzt, der
durch die Arkaden mit ihren achteckigen Pfeilern betont wird. Der Dachstuhl
ist hölzern und auf dem Boden findet man zahlreiche Grabsteine,
häufig von Gräbern der Mitglieder des Cölestin-Ordens.
Im Fußboden findet sich das mehrfarbige Muster aus rosa und
weißen Steinen wieder, das auch die Außenfassade ziert. Eine
Reihe gotischer Fenster in den Seitenschiffen, Rosettenfenster im
Eingangsbereich und Öffnungen im Chorraum und der Kuppel tauchen die
Basilika in ein natürliches Licht.
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ROCCAMORICE
– Eremo di San Bartolomeo Die eigentliche
Einsiedelei von San Bartolomeo betritt man über die Heilige Treppe, die
man eigentlich auf Knien besteigen muss. Der einzige Ausstattungsgegenstand
der Kirche ist ein einfacher Altar, auf dem sich eine hölzerne Statue
des Heiligen Apostels befindet, dem Jesus selbst die Gabe zuschrieb,
Dämonen vertreiben zu können. Auf der linken Seitenwand sprudelt in
einer kleinen Höhle das angeblich wunderwirkende Wasser, das die
Gläubigen schöpfen und andachtsvoll trinken. Ein Seitenportal beim
Altar führt zu weiteren Räumen, die von den Eremiten als
Aufenthaltsräume genutzt wurden. |
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